Am 26. September 2026 lud der SFG Schönau e.V. zur RCN-GLP „Erftquellenpreis“ auf den Nürburgring ein. Diesmal wartete eine besondere Herausforderung auf die Teams: 12 Runden auf der Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Grand-Prix-Strecke. Bereits bei der Fahrerbesprechung wies Fahrtleiter Jürgen Seidel darauf hin, dass die Gesamtdistanz um knapp 50 Kilometer länger ausfiel als noch vor drei Wochen, als ausschließlich die Nordschleife befahren wurde.
Emotionale Verabschiedung im Streckendienst
Ein ganz besonderer Moment prägte den Renntag bereits vor dem Start: Werner Rösl, Sportwart der Streckensicherung, beendete nach gut 50 Jahren seinen Dienst und stand bei dieser Veranstaltung zum allerletzten Mal an „seinem“ Posten 119 in Breidscheid. Fahrtleiter Jürgen Seidel rief die Teilnehmer dazu auf, während der Einführungsrunde an P119 ausgiebig zu hupen und zu winken. Es war eine hochverdiente Geste der GLP-Familie gegenüber Rösl, der stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Streckenposten steht, ohne die am Nürburgring kein einziges Rad rollen würde.
Bei absolutem Traumwetter schickte die Rennleitung schließlich 116 Fahrzeuge auf die Strecke. Den Zuschauern wurde Breitensport vom Feinsten geboten – wer immer noch glaubt, dass Gleichmäßigkeitsprüfungen eine zähe Angelegenheit sind, wurde an diesem Samstag eines Besseren belehrt.
Bewegung in der Rookie-Wertung
• Platz 1: Die Tabellenführer Frank Krekelius und Mathilda Krekelius (#174 – BMW 135) erwischten zu Saisonbeginn einen Traumstart, strauchelten bei den Läufen 4 und 5 für ihre Verhältnisse jedoch leicht. Bei Lauf 6 demonstrierten die beiden nun eindrucksvoll, warum sie an der Spitze stehen: Klassensieg bei den Rookies, der GVA-Sonderpokal für die beste Dame in der Rookie-Wertung sowie ein hervorragender 5. Platz im Gesamtklassement. Am Ende standen winzige 0,1 Fehlerpunkte zu Buche.
• Platz 2: Eine echte Überraschung gab es auf dem Silberrang. Nachdem bei Lauf 2 noch eine Nullnummer verzeichnet werden musste, stand Pilot Sascha ab Lauf 3 vor einer Herausforderung: Beifahrerin und Ehefrau Sabrina fiel wegen einer Knieverletzung aus, und das Stammfahrzeug „Börtha“ (VW Golf 3, #92) musste kurzfristig durch einen Cosworth-befeuerten Ford Scorpio ersetzt werden. Zu Lauf 6 gab es das doppelte Comeback: Sowohl Sabrina als auch „Börtha“ waren wieder mit von der Partie! Das Ergebnis: Platz 2 für das Ehepaar Sascha und Sabrina Bienefeld von Bieny Motorsport (DAMC 05). Sascha kommentierte vor dem Start auf Nachfrage mit einem Schulterzucken: „Beim Cossi ist wahrscheinlich die Kopfdichtung hin, da steht in der Winterpause Arbeit an!“ – „Auch Börtha braucht über den Winter noch ein wenig Liebe“, ergänzte Sabrina.

Mit vollem Einsatz unterwegs und damit verdient auf Platz 2 bei den Rookies: Sascha und Sabrina Bienefeld mit Einsatzfahrzeug „Golf Börtha“
• Platz 3: Denkbar knapp ging es dahinter weiter. Den 3. Platz sicherte sich das Duo Harald und Hannah Lißfeld im BMW 330i (#5), die lediglich 0,1 Fehlerpunkte mehr auf dem Konto hatten als das Team Bienefeld.
• Platz 4: Ein weiteres Top-Ergebnis verbuchten Dennis Schmidt und Uwe Waldecker im Fiat Grande Punto (#69), die nach Anlaufschwierigkeiten in Lauf 2 erneut mit einer konstanten Leistung auf Platz 4 fuhren.
• Platz 5: Auf den 5. Rang der Tageswertung kamen die aktuellen Tabellenzweiten der Meisterschaft: Stefan Mayer und Philipp Häffner auf ihrem BMW 320i Touring. Damit bewahren sie sich weiterhin theoretische Chancen auf den Rookie-Titel.
Aufholjagd in der Klasse Advanced
• Platz 5: Wenn das Team des Mini JCW (#48) ins Ziel kommt und punktet, dann gewöhnlich weit vorne. Nach zwei Nullern in dieser Saison stimmte diesmal das Ergebnis: Ein hervorragender 5. Rang in der Advanced-Wertung für Martin Krajac und Sebastian Slomka.
• Platz 4: Da Henning Reistenbach und Adrien Rostaing-Capaillan mit ihrem BMW E46 (#157) – die bisherigen Seriensieger dieser Saison – die Tabellenspitze mit einem komfortablen Polster anführen, reichte ihnen diesmal ein solider 4. Platz zur Absicherung.
• Platz 3: Auf Rang 3 stürmte der Renault Clio (#96) von Ralph Petzold und Manuel Ahrend, die nach einer Pause in Lauf 5 direkt wieder zu ihrer Form fanden.

Starke Comeback auf Platz 3 bei den Advanced: Ralph Petzold und Manuel Ahrend im Renault Clio.
• Platz 2: Eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorveranstaltung zeigten Marcel Junk und Thomas Sartoris (#25) im BMW 318ti, die sich vom 4. Platz diesmal auf einen starken 2. Rang schoben.
• Platz 1: Bei dieser Veranstaltung war das Glück auf der Seite der Vertretungsfahrer: Daniel Koch, der für den verhinderten Hendrik Abrahams einsprang, navigierte VW-Polo-9N-Stammfahrer Simon Quack (#11) zum souveränen Klassensieg bei den Advanced sowie auf den 8. Platz der Gesamtwertung (beide unter der Bewerbung des DAMC 05).
• Auf der Siegerehrung wurde Jutte Steinbrück – Weiß zusätzlich ein GVA-Sonderpokal für die bestplatziertes Dame in der Advanced Wertung übereicht. Zusammen mit Frederic Döpp belegte die schnelle Chevrolet Camaro Pilotin einen tollen 7 Rang in der Advanced Wertung.
Drama und Herzschlagfinale bei den Experts
Die Experts machten ihrem Namen alle Ehre und sorgten mit ihren Resultaten dafür, dass beim Finale am 24. Oktober 2026 eine Entscheidung im Millimeterbereich ansteht.
• Platz 5: Ihren gewohnten Rang (wie auch schon bei Lauf 3 und 5) sicherten sich Winfried und Karin Schlüter im Mini JCW (#44).
• Platz 4: Die Seriensieger dieser Saison, Falk und Monika Mellentin (BMW 318ti, #64), fuhren mit Platz 4 ihr bislang schwächstes Saisonergebnis ein und machen damit die Meisterschaft mehr als Spannend!
• Platz 3: Direkt davor platzierten sich ihre Verfolger: Harald Ezaru jun. und Harald Ezaru sen. sicherten sich im BMW 330i (#2) den 3. Rang und haben eine Hand bereits am Siegerkranz! Mit hauchdünnen 0,06 Punkten übernehmen sie damit die Gesamtführung!
• Platz 2: Stammbeifahrerin Mira musste wegen einer Mittelohrentzündung pausieren und unterstützte spontan das Media-Team der GLP. Im Cockpit des schwarzen Mini JCW (#99) sprang Tim Schalldach neben Pilot Andreas Lux ein. Das Spontanduo wurde belohnt: Ein starker 2. Platz nach einer von Höhen und Tiefen geprägten Saison. Lux fasste zusammen: „Wir hatten diesmal absolut keine Erwartungen – vielleicht war das das Geheimnis des Erfolgs“
• Platz 1: Die Vorjahresmeister Michael Dedekind und Sandra Meier (BMW E46 M3 GTR, #1) meldeten sich eindrucksvoll zurück. Sie sicherten sich neben dem Klassensieg auch den Gesamtsieg und den GVA-Sonderpokal für die beste Dame bei den Experts.

Michael Dedekind und Sandra Meier auf dem Weg zum Gesamt und Wertungsruppensieg
Apropos GVA: Die Gesellschaft für verkehrstechnische Anlagen, vertreten durch Steven Ostrowski, überreichte nicht nur Sonderpokale, sondern auch Veranstaltungsurkunden für alle Teilnehmer. Ostrowski versprach vorausschauend für den Saisonabschluss im Oktober: „Auch dafür haben wir uns etwas Besonderes überlegt.“
Mannschaftswertung & Green Challenge
In der Mannschaftswertung dominierte das Team Nullrunde mit 29,31 Punkten. Alle vier Fahrzeuge landeten sensationell unter den Top 6 der Gesamtwertung:
• Dedekind / Meier
• Ezaru / Ezaru
• Mellentin / Mellentin
• Schlüter / Schlüter
Den 2. Rang belegte die Mannschaft des MSC Wahlscheid 1 (26,81 Punkte) mit folgenden Paarungen:
• Göbbels / Göbbels
• Scholl / Röhrig
• Lachmayer / Lachmayer
• Derscheid / Derscheid
• Willmann / Willmann
Auf Platz 3 folgte der DAMC 05, punktstark getragen von den Siegern der Advanced-Klasse und den Zweitplatzierten der Rookie-Wertung:
• Quack / Koch
• Bienefeld / Bienefeld
• Endlein / Kodzoman
• Kreusel / Brück
Die in der Jahreswertung zweitplatzierte Mannschaft MSC Hildegard 1 belegte diesmal Platz 4. Die Formation HotHatches (aktuell auf Gesamtrang 4) musste bei diesem Lauf aufgrund Teilnehmermangel in ihrer Mannschaft passen.
In der Green Challenge war das Team Dr. Michael Rischke und Heike Nöll im Audi S e-tron erneut als Solist am Start – der Klassensieg war ihnen damit sicher.
Text: Sascha Tovote
Fotos: Holger Hüttig


















