Nach den Wetterkapriolen und der daraus resultierenden Absage der GLP 1 sollten nun am Samstag, den 25.04.2026, auch endlich die GLP’ler in ihre Saison starten. Auf dem Programm standen 12 Runden Nordschleife in der NLS-Variante (Nürburgring-Nordschleife mit GP-Kurs-Kurzanbindung). Der Veranstalter, die Scuderia Augustusburg Brühl unter der Leitung von Hans-Werner Hilger, freute sich über beste Wetterbedingungen.
Bei der Fahrerbesprechung herrschte jedoch zunächst gedrückte Stimmung: Die Anwesenden gedachten Juha Miettinen, der eine Woche zuvor bei der NLS 3 tödlich verunglückt war. Rennleiter Jürgen Seidel erinnerte die Teilnehmer daran, dass Motorsport gefährlich sein kann, und ermahnte sie zu einer besonnenen Fahrweise sowie vor allem zu gegenseitiger Rücksichtnahme. Danach konnte Seidel 122 Starter auf die Reise schicken – eine Zahl, mit der man in der heutigen Zeit durchaus zufrieden sein kann.
Für große Verwunderung in der Startaufstellung sorgte das Fehlen der amtierenden Meister: Michael Dedekind und Sandra Meier ließen diese Veranstaltung aus. Diese Gelegenheit nutzten die „Experts“ Falk und Monika Mellentin (#64 BMW 318ti), Harald Ezaru Senior und Harald Ezaru Junior (#2 BMW 330ci) sowie Winfried und Karin Schlüter (#44 Mini JCW), um ihre Hüte in den Ring zu werfen und ihre Titelambitionen zu untermauern. In genau dieser Reihenfolge lautete schließlich auch das Endergebnis der „Expert“-Wertung.
Stark war auch der Auftritt der „Advanced“-Klasse: Thomas Sartoris und Marcel Junk (#25 BMW 325ti) sicherten sich den Klassensieg und einen hervorragenden dritten Gesamtrang. Auch hier wird man das Thema Titel fest im Blick haben. Dem Team aus Daun / Monheim am Rhein direkt auf den Fersen waren Henning Reistenbach und Adrien Rostaing-Capaillan (#157 BMW E46) sowie Tim Schalldach und Thomas Zyska (#358 BMW 320i), die die Plätze 2 und 3 bei den „Advanced“ sowie die starken Ränge 6 und 7 im Gesamtklassement belegten. Beeindruckend dabei: Die ersten elf Plätze der Gesamtwertung wurden komplett von Fahrzeugen aus dem „weiß-blauen“ Münchener Konzern belegt.
Last but not least unsere „Rookies“: Dass man im Vorjahr einiges gelernt hatte, bewiesen Frank Kregelius mit Beifahrerin Mathilda Kregelius (#174 BMW E82). Sie holten den Klassensieg bei den Rookies und einen sensationellen neunten Platz, zwischen den „alten Hasen“, im Gesamt. Direkt dahinter auf Platz 2 der Rookie-Wertung (Rang 13 Gesamt) landete das Team Philipp und Jan Grajewski (#45 Hyundai i20). Platz 3 belegten Alexander Hait und Enis Buran (#120 Hyundai i20).
Die Green Challenge konnten Dr. Michael Rischke und Heike Nöll mit ihrem Audi S e-tron für sich entscheiden. Leider war ihre einzige Gegnerin die Stoppuhr, da keine weiteren Starter in dieser Klasse genannt hatten.
Erfreulich war die hohe Beteiligung bei den Mannschaften. Insgesamt neun Teams stellten sich der Wertung, die letztlich das Team „Null Runde“ (Mellentin/Mellentin, Ezaru/Ezaru, Schlüter/Schlüter sowie Großelanghorst/Bollweg) souverän gewann. Mit sagenhaften 29,43 Punkten holten sie den Sieg – und das ohne die verhinderten Meister Dedekind/Meier, die üblicherweise zur „fetten“ Punkteausbeute beitragen. Auf Platz 2 folgte das Team „MSC Hildegard 1“ (Paslick/Paslick, Lehmann/Lehmann, Paslick/Paslick und Rombach/Zander), dicht gefolgt vom Team „Die Buchfinken“ (Steinbrück-Weiß/Georgi, Weiß/Speckmann und Wilhelms/Bode) auf Rang 3.




Zum Abschluss wurden die von der GVA gesponserten Pokale – eine tolle Geste von GLP-Urgestein Steven Ostrowski – für die besten Damen der Rookie-, Advanced- und Expert-Wertung sowie der Pokal für die Gesamtsieger (Mellentin/Mellentin) überreicht.
Trotz (oder vielleicht wegen) des vorgezogenen Frühsommers erreichten recht viele Teilnehmer das Ziel nicht. Zudem musste die Rennleitung ungewöhnlich viele Strafen verhängen. Sogar die schwarze Flagge musste vom Winterstaub befreit und Teilnehmern gezeigt werden. So gab es auch bei der Siegerehrung wieder mahnende Worte von Rennleiter Seidel. Bis zur nächsten Veranstaltung bleibt für einige Teilnehmer noch viel Arbeit – teilweise an den Fahrzeugen, teilweise am eigenen Mindset.
Die nächste GLP findet am 30.05.2026 statt. Dann geht es in 12 Runden „nur“ über die Nordschleife. Die „Venntrophy“ wird vom Motor Club Roetgen veranstaltet und ist somit ein Heimspiel für Jürgen Seidel.


















