Nach langer Sommerpause ging es am 05.09.2026 mit der RCN – GLP 5 auf der Nordschleife wieder los – mit dem Kampf um Zehntel- und Hundertstelsekunden. Gastgeber war diesmal der AC Oberhausen unter der Leitung von Heike Laskowski und ihren tüchtigen Helferinnen und Helfern.
Im Vorfeld konnte man es schon erahnen: Mit 104 Startern in den Wertungsgruppen der GLP und 5 Startern bei der Green Challenge, die Jürgen Seidel um 8 Uhr auf die Reise schickte, konnten alle Beteiligten zufrieden sein.
Schön war es auch, dass einige Rückkehrer im Vorfeld „grünes Licht“ für den Start bei dieser Veranstaltung gegeben haben. So unter anderem auch einige, die die letzten Veranstaltungen aus gesundheitlichen bzw. verletzungsbedingten Gründen auslassen mussten.
Da wären unter anderem die Startnummer #28, Mats und Sabrina Mirgartz aus Swisttal auf Opel Corsa D (Platz 13 bei den Rookies), sowie die #12, Christian Schild, der quasi per Last-Minute-Option Marian Patek als Beifahrer im Porsche 944 gewinnen konnte. Leider wurde dieser Einsatz nicht belohnt und nach Runde 10 erfolgte das Aus!
Sabrina „Biene“ Bienefeld kehrte nach einem Knieverletzungs-Aus ebenfalls ins Cockpit zurück und nahm an der Seite von Ehemann Sascha wieder Platz. Starkes Comeback von Sabrina und ein toller 8. Platz bei den Rookies. Wie schon kurz vor der Sommerpause hatte das Stammfahrzeug der beiden – der grüne VW Golf namens „Börtha“ – Pause, und der Cosworth-befeuerte Ford Scorpio kehrte an den Ring zurück!
Toll, dass alle Genannten wieder genesen sind – herzlich willkommen zurück bei der GLP!
Eine weitere Überraschung wenige Tage vor der Veranstaltung: Steven Ostrowski kehrte mit Ehefrau Jennifer (#333 – Mercedes-Benz 190 E) an den Ring zurück. Offizielle Stellungnahme von einem der Seriensieger der letzten Jahre und diesjährigem Sponsor der Sonderpokale: „Wir fahren mit unserem (Mercedes) 190er, um ein bisschen im Training zu bleiben“, erklärte der Essener im Vorfeld und stellte direkt klar, dass man sich nicht in den spannenden Kampf um die Spitze der Experts einmischen, keine Punkte „klauen“ und deshalb auch nicht in Wertung fahren würde. Gesagt, getan: Team Ostrowski bewies, dass sie es noch draufhaben, und verabschiedete sich nach 11 Runden aus dem Wettbewerb.
Vorzeitig aus dem Wettbewerb verabschiedete sich leider auch das Team rund um Andreas und Mira Lux (#99 – Mini Cooper). Wie Mira später per Social Media verlauten ließ: „Leider mussten wir beim Boxenstopp abbrechen, da wir einen Bio-Defekt hatten! Glückwunsch an alle Pokalgewinner und Finisher!“
Kopf hoch, Mira, das wird wieder! Da die beiden somit noch eine offene Rechnung mit der Nordschleife haben, können wir fest mit einer Rückkehr in drei Wochen rechnen.
Einen weiteren und sehr unschönen Ausfall hatte das Team rund um Björn Hahn und Michael Theilig (#20 – BMW E36 318ti) zu vermelden. In Runde 3 erfolgte der Abflug mit Leitplankenkontakt. „Der Abflug war heftig“, wusste ein weiterer Teilnehmer, der sich in unmittelbarer Nähe zum Zeitpunkt des Unfalls befand. Wir hoffen, dass es bei den beiden keine größeren Blessuren gegeben hat, der schöne BMW E36 gerettet werden kann und die beiden bald wieder bei der GLP zu sehen sind.
Die Podiumsplätze der Klassen im Überblick:
Advanced-Klasse:
In der Advanced-Klasse machte das Team Henning Reistenbach und Adrien Rostaing-Capaillan (#157 – BMW E46) nach der Sommerpause da weiter, wo es davor aufgehört hatte. Nicht nur, dass die beiden die Advanced-Klasse gewinnen konnten, auch ließ die Konkurrenz, die ihnen in der Tabelle unmittelbar auf den Fersen ist, Federn bzw. war gar nicht am Start.
Andrea und Rolf Derscheid (#6 – Opel Corsa A) sind wieder auf Podiumskurs. Reichte es im letzten Lauf bereits zu Platz 3, konnte man diesmal den 2. Platz auf dem imaginären Podium einnehmen. „Das ist einzig und allein Andrea´s Verdienst! Ich sitze nur daneben, damit das Auto nicht umkippt“, schmunzelte Rolf im Interview, bevor es für ihn bei der RCN an das Lenkrad seines BMW E90 ging!
Platz 3 ging an das BMW-E30-Team mit der #27 – Stefan Schilling und Andreas Ross. Die Zweitplatzierten aus der GLP 4 mussten sich diesmal mit einer minimal höheren Strafpunktzahl gegenüber Team Derscheid geschlagen geben.
Platz 4 und Platz 5 gingen wieder an BMW-Teams. Thomas Sartoris und Marcel Junk (#25 – BMW 325ti) konnten nochmals Punkte für die Advanced-Gesamtwertung gutmachen. Platz 5 sicherte sich das Dürener Team Pascal Strehl und Katharina Krause (#102 – BMW 325).



Experts:
Bei den Experts war die Marke BMW wieder ganz vorne vertreten! Falk und Monika Mellentin (#64 – BMW E36 318ti) machen 2026 ernst und strecken schon mal vorsichtig ihre Hände in Richtung Startnummer „1“ für 2027 aus. Auch wenn man bei den Mellentins davon (noch) nichts hören möchte: „So weit denken wir noch nicht. Es kann noch so viel passieren“, so Falk. Mit einem weiteren Sieg bei den Experts, dem Gesamtsieg und dem GVA-Sonderpokal für die beste Dame konnten die Mellentins insgesamt fünf Pokale und sehr wichtige Punkte mit nach Hause nehmen.
Die Verfolger sind ihnen allerdings auf den Fersen. Harald Ezaru jr. und Harald Ezaru sen. (#2 – BMW 330Ci) sicherten sich mit Platz 2 ihre Titelchancen.
Die „1“ folgte auf der 3: Michael Dedekind und Sandra Meier (#1 – BMW E46 M3 GT2) sicherten sich Platz 3 und waren die Einzigen aus dem Führungstrio, denen die „Nullrunde“ gelang.
Ein toller 4. Platz für den schnellen Polo 86C Steilheck 16V: Markus und Michael Spiller (#86 – VW Polo 86C) bewiesen, dass auch ganz Kleine ganz groß auftrumpfen können.
Nach einem Ausfall bei der GLP 4 endlich wieder in die vorderen Ränge gefahren: Winfried und Karin Schlüter (#44 – Mini JCW) auf P5.
Rookies on Fire:
Unsere Rookies sind dieses Jahr definitiv immer für eine Überraschung gut. Musste man bei der GLP 2 noch einen „Nuller“ hinnehmen, drehte das Hyundai-i30-Team Nico Gemmer und Fabian Karas (#49) seit der GLP 3 so richtig auf. Der Klassensieg bei den Rookies bei der GLP 5 bedeutet wieder wichtige Punkte im Gesamtranking.
Dasselbe gilt auch bei dem Team auf Platz 2: Tobias Becker und Elias Zeh (#232 – BMW 325ti). Musste man bei der GLP 2 UND 3 noch einen „Nuller“ hinnehmen, stand man bei der GLP 4 mit Platz 2 auf dem Podium, ein Ergebnis, welches man dieses Mal wiederholen konnte.
Platz 3 ging an Stefan Mayer und Philipp Häfner (#306) auf dem wunderschönen BMW Z4 Coupé. In der Tabelle steht man auf Platz 2 und konnte somit auf die Tabellenführer wichtigen Boden gutmachen.
Diese folgten auf Platz 5: Nach einem grandiosen Feuerwerk bei den ersten GLP-Läufen strauchelte das Team bei der GLP 4 ein wenig. Mit Platz 5 bei der GLP 5 ging es auf jeden Fall wieder in die richtige Richtung, und man sicherte sich wichtige Punkte für die Rookie-Wertung! Platz 5 für Frank und Mathilda Kregelius (#174 – BMW 130i).
Mannschaftswertung:
In der Mannschaftswertung siegte wenig überraschend das Team „Nullrunde“, da dort mit den Teams Mellentin, Ezaru, Dedekind-Meier und Schlüter die absoluten Frontrunner der Gesamtwertung vertreten waren.
Auf Platz 2 folgte MSC Wahlscheid 1 mit Team Derscheid, Team Göbbels, Team Lachmayer und Team Scholl-Röhrig.
Platz 3 ging an MSC Hildegart 1; hier fuhren die Teams Rombach-Zander, Lehmann, Paslick sowie Syben-Töllich wichtige Punkte ein.
Green Challenge wächst!
Bei der GLP 5 wurde es auch wieder einmal „elektrisch“, und die RCN-GLP bewies, dass man auch im Breitensport mit elektrischen Fahrzeugen tollen Motorsport bestreiten kann. Hier werden mit der Green Challenge definitiv die Weichen für die Zukunft des Motorsports gestellt. Nachdem bei den bisherigen Veranstaltungen 2026 das Team Dr. Michael Rischke und Heike Nöll (#800 – Audi e-tron) die einzigen Starter waren, bekamen sie bei der GLP 5 ernsthafte Konkurrenz! Insgesamt fünf E-Boliden gingen an den Start, dank dem Umstand, dass in diesem Lauf auch das Finale der Elektro-Effizienz-Challenge 2026 ausgefahren wurde.
Dabei sicherte sich das unser Green – Challenge Stamm Team Rischke/Nöll den 2. Platz. Geschlagen wurden sie nur von dem Team Steffen Sprenger und Lauri Jähn (#801 – VW e-Golf).
Auf Platz 3 das Team Matthias Krebs und Joakim Löber (#803 – Hyundai Inster).
Danach folgte der Tesla (#804) von Falk Bachmann und Jürgen Spatz.
Ein weiterer Tesla (#803 – André Doleschel und Ulrich Münnichow) kam leider nicht in der Wertung an.
In der Wertung der Elektro – Effizienz – Challenge 2026 siegte das hessische Tesla Model 3 Duo Falk Bachmann und Jürgen Spatz mit einer Gesamtfahrzeit von 1:17:09,2 Stunden vor dem Hyundai Inster Duo Krebs/Löber und der Golf-Besatzung Sprenger/Jähn. Alle 3 Crews schafften die Challenge die 6 Runden auf der Nordschleife mit einem Energieverbrauch von maximal 27kWh (entspricht 3 Litern Benzin) zu absolvieren (vielen Dank an Harald Gallinnis für diese Informationen).
Wir hoffen, unsere neuen Teilnehmer der Green Challenge hatten ihren Spaß, wir würden uns freuen, euch auch bei der GLP 6 willkommen zu heißen!
FAZIT: Für Spannung ist definitiv gesorgt. Bereits am 26.09.2026 geht es bei der GLP 6 wieder um wichtige Punkte. Dann sind wir bei der SFG Schönau zu Gast, wenn es beim „Erftquellenpreis“ auf die Zielgerade der Saison 2026 geht.


















